Behandlungsablauf bei chronischen Schmerzen


Gruppentermine für konzentrative Entspannung:
Uhrzeit: ab Juni 2018 – jeden Freitag von 17-18 Uhr
Ort: 7210 Mattersburg, Brunnenplatz 3/1/8/30

Anmeldung ist jederzeit möglich. Um Voranmeldung wird unter 0660 3440279 gebeten!

Es besteht auch die Möglichkeit Einzeltermine zu vereinbaren.


Was ist Schmerzpsychotherapie?

Die psychotherapeutische Schmerztherapie unterstützt Personen, die an chronischen körperlichen Schmerzen leiden. Diese können durch Autoimmunerkrankungen wie z.B. Fibromyalgie, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, sowie Krebserkrankungen, Migräne und anderen somatischen Erkrankungen entstehen.

Chronische körperliche Schmerzen führen zur Veränderung der Lebensperspektive und beeinträchtigen die betroffenen Personen meist massiv im Alltag und Berufsleben. Beispielsweise berichten sie oft über Veränderungen im familiären Bereich, da die gewohnten Tätigkeiten meist nicht mehr ausführbar sind. Im Berufsleben treten des Öfteren Konflikte mit Vorgesetzten oder KollegInnen auf, welche sich im schlimmsten Fall bis zum Arbeitsplatzverlust ausweiten. Dies löst in vielen Fällen Existenzängste aus. In weiterer Folge kann es zum sozialen Rückzug kommen, da die Betroffenen einerseits befürchten, ihre Mitmenschen zu sehr zu belasten und andererseits sich selbst körperlich überfordern.

Zudem kann die Neigung zur Überaktivität bestehen, einhergehend mit ausgeprägtem Pflichtgefühl, Übergenauigkeit und sehr hohem Leistungsanspruch. Da Betroffene oft bestrebt sind, eine Krankschreibung zu vermeiden, versuchen sie die Warnsignale der psychischen und körperlichen Überforderung lange zu ignorieren.
Chronische Schmerzen, potentiell lebensbeeinträchtigende und lebensverkürzende Erkrankungen belasten die Betroffenen nicht nur körperlich. Üblicherweise lösen sie auch schweren Distress auf psychischer und sozialer Ebene aus, wie z.B. Ängste und Depression. Dies erschwert die Krankheitsbewältigung. Wenn psychische Belastungen nicht erkannt und behandelt werden, münden diese in einen Teufelskreis, in dem sich die psychischen und körperlichen Symptome verstärken und in weiterer Folge zum Verlust der Autonomie führen können.

Ablauf der Imaginativen Körperpsychotherapie

Im Rahmen der Schmerztherapie arbeite ich nach der Methode der Imaginativen Körperpsychotherapie (ImKP), deren Begründer Dr. Wolfgang Loesch ist. Sie ist ein ressourcenorientiertes Verfahren, dass auf salutogenetischen Konzepten beruht. Sie fördert einen liebevolleren Umgang mit sich selbst.
Das Ziel dabei ist Selbstfürsorge, Selbstachtung und Selbstliebe zu entwickeln. Dies wird im Rahmen der Therapiesitzungen gemeinsam mit dem Klienten erarbeitet.

Die psychoedukative Intervention ist ein weiteres Bestreben, die Selbstwirksamkeit und das Selbstmanagement chronisch Kranker zu verbessern.

Die Imaginative Körperpsychotherapie läuft in aufeinander aufbauenden Phasen ab.
Zu Beginn erlernen sie die konzentrative Entspannung nach Anita Wilde-Kiesel und Brigitte Böttcher, zur Schulung von Körperwahrnehmung, Achtsamkeit und Selbstregulation. Die Konzentrative Entspannung ist eine parallelisierende Methode im Hier und Jetzt und damit auch sehr gut geeignet für die Arbeit mit traumatisierten Menschen. Sollte es ihnen schwer fallen eine ausreichend tiefe Entspannung zu erreichen, so verwende ich zur Unterstützung das Neurofeedback.

In nächsten Schritt entwickeln die Betroffenen in Einzeltherapie eigenständig bildliche Vorstellungen, die ihre aktuelle Situation symbolisieren, den individuellen Gesundungsprozess fördern und die Selbstheilungskräfte in geeigneter Weise aktivieren. Dabei ist es wichtig, dass der Klient aus sich selbst schöpft, um die wertvollen Energien seines Unbewussten zu aktivieren. In den körperbezogenen Bildern werden nicht selten autoaggressive Aspekte erkannt, die dann therapeutisch modifiziert werden können. Im weiteren Verlauf erfolgt eine vertiefende psychotherapeutische Bearbeitung der verschiedenen Verknüpfungen des Krankseins mit dem Lebenslauf, Lebensereignissen, aktueller Lebenssituation und den Lebensveränderungen durch die Krankheit.

Die Klienten praktizieren mehrmals täglich selbst zu Hause die in den Therapiestunden entwickelten Imaginationsübungen.

Die Imaginativen Körperpsychotherapie hilft bei der Verringerung des Leidendruckes und führt zu einer verbesserten Lebensqualität.